Gemalte Demokratie: 75 Jahre Grundgesetz in Bildern von Markus Lüpertz

16 Werke des Malers Markus Lüpertz sind vom 23. Mai bis 11. August 2024 im Museum Koenig Bonn zu sehen. © Generalanzeiger Bonn, Benjamin Westhoff

 

Zum 75-jährigen Jubiläum zeigt das Museum Koenig Bonn die Ausstellung „Gemalte Demokratie – 75 Jahre Grundgesetz in Bildern von Markus Lüpertz.“ Vom 23. Mai bis 11. August 2024 bieten die 16 Arbeiten des international bekannten Düsseldorfer Künstlers eine ungewöhnliche Sicht auf die Grundrechtsartikel unserer Verfassung. Der Parlamentarische Rat nahm am 1. September 1948 im Museum Koenig Bonn die Arbeit am Grundgesetz auf, das am 23. Mai 1949 zur Gründung der Bundesrepublik Deutschland verabschiedet wurde.

Der Künstler sieht das Grundgesetz als „Idyll“, als Formulierung eines Idealzustandes, von dem die Realität immer wieder abweicht, was aber nicht das Grundgesetz in Frage stellt, sondern die Realität immer wieder in die Schranken fordert. Die Bedeutung der einzelnen Artikel des Grundgesetztes wie des Artikel 1 „Die Würde des Menschen ist unantastbar“ wird durch seinen charakteristisch gestischen Malstil betont, der durch pastose Klarheit und energischen Gestus in seinen Werken gekennzeichnet ist.

Lüpertz’ Arbeiten bieten einen Reflexionsraum über die grundlegenden Werte, die eine liberale Gesellschaft ausmacht. Da demokratische Strukturen insbesondere in Deutschland unter Druck stehen und autoritäre Tendenzen zunehmen, erinnert Lüpertz‘ Kunst an die Wichtigkeit von Unabhängigkeit, Pluralismus und Meinungsfreiheit.

„Hier im Museum Koenig Bonn begann die Arbeit am Grundgesetz. Dass wir jetzt die Auseinandersetzung des großen Künstlers Markus Lüpertz mit den wichtigsten Gesetzen zeigen können, freut uns sehr“ , betont Prof. Dr. Bernhard Misof, Generaldirektor des LIB und des Museum Koenig Bonn.  „Vor 75 Jahren wurde dieses Museum zum Ursprungsort der deutschen Demokratie und dient heute als Forum für Diskussionen über unseren Umgang mit der Natur und den Beitrag der Wissenschaft zu gesellschaftlichen Veränderungen. Wir sind gespannt darauf, die Meinungen der Ausstellungsbesuchenden zu hören, wenn sie sich mit den Gemälden und somit mit den grundlegenden gesetzlichen Prinzipien unserer Gesellschaft auseinandersetzen.“

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