Alt, gewaltig, eindrucksvoll – und erfolgreich angekommen: Das berühmte Riesenhirsch-Skelett aus dem Foyer des Museum Koenig Bonn begrüßt seit der Eröffnung am 19. März 2026 die Besuchenden im Gasometer Oberhausen zur aktuellen Ausstellung „Mythos Wald”. Der Eiszeit-Riese ist dort als Highlight-Exponat ebenfalls im Foyer zu sehen.
Der Weg dorthin war alles andere als Routine. Zwar verleiht das Museum regelmäßig Exponate für Forschung und Ausstellungen – der rund 11.500 Jahre alte Riesenhirsch stellte jedoch eine besondere Herausforderung dar. Mit einem Geweih von mehr als drei Metern Breite und etwa 40 Kilogramm Gewicht passte das Skelett durch keine Außentür. Zudem handelt es sich um ein historisches Präparat, das 1934 montiert wurde – ohne heute verfügbare Dokumentationen. Das Team um Ausstellungsleiter Dr. Thomas Gerken musste daher zunächst nachvollziehen, wie das Skelett konstruiert ist, um es fachgerecht zerlegen zu können.
Die Trennung in zwei große Einheiten – Körper sowie Kopf mit dem mehrere Meter breiten Geweih – erregte großes mediales Interesse und gelang schließlich live vor den Kameras des WDR problemlos. Für die beiden großen Einzelteile, Körper und Kopf mit Geweih, konnten passgenaue Transportkisten angefertigt werden, die einen sicheren Versand der empfindlichen Knochen nach Oberhausen ermöglichten.
Begleitet wurde der Riesenhirsch von weiteren Exponaten, die für die Dauer der Ausstellung “Mythos Wald” nach Oberhausen entliehen wurden – darunter ein Faultier, ein Papua-Waran, Reptilien in Alkoholpräparaten, Feuersalamander, zwei Amazonaskrokodile, etwa 15 Paradiesvögel sowie zwei Tukane. Die meisten dieser Tiere stammen aus den Magazinen des Leibniz-Institut zur Analyse des Biodiversitätswandels, das an den Standorten Bonn und Hamburg rund 16 Millionen Präparate bewahrt. Diese umfangreichen Sammlungen dokumentieren die Entwicklung der Biodiversität über lange Zeiträume hinweg und bilden eine zentrale Grundlage, um Veränderungen von Ökosystemen und Artenvielfalt wissenschaftlich zu untersuchen und sichtbar zu machen.
Um die Exponate für die Ausstellung vorzubereiten, wurden alle Präparate sorgfältig geprüft und aufbereitet. Knochen wurden stabilisiert, wo sie spröde geworden waren, das Fell der Säugetiere gereinigt, das Gefieder der Vögel geordnet und geglättet – und selbst die Augen erhielten neuen Glanz. So präsentieren sich die Tiere heute als eindrucksvolle Botschafter des faszinierenden Ökosystems Wald, das im Gasometer Oberhausen noch bis zum 30. Dezember 2026 zu sehen ist.
Im Museum Koenig Bonn bleibt derweil ein ebenso bemerkenswertes Exponat zurück: die seltene Riesenhirschkuh. Normalerweise steht sie Seite an Seite mit dem imposanten Männchen, nun übernimmt sie allein die Rolle des Blickfangs im Foyer. Tatsächlich ist sie das seltenere Stück – ohne das charakteristische Geweih wurde sie deutlich seltener entdeckt und ist heute ein besonders wertvolles Zeugnis vergangener Lebenswelten.
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