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(Re-)discovery of threatened vertebrates in western Madagascar by eDNA metabarcoding

  • Titel des Projekts

    (Re-)discovery of threatened vertebrates in western Madagascar by eDNA metabarcoding

  • Leitung

    Dr. Livia Schäffler

Beschreibung

Metabarcoding von Insekten-Massenproben zur eDNA Amplifizierung von endemischen Wirbeltieren in freier Wildbahn

Die Region Menabe Central beherbergt das größte verbleibende Gebiet der laubabwerfenden Trockenwälder im Westen Madagaskars. Das seit 2015 durch die Aire Protégée Menabe Antimena (APMA) geschützte Gebiet zeichnet sich durch eine hohe Artenvielfalt aus und übertrifft andere Waldregionen in Bezug auf lokalen Endemismus und anthropogenen Druck. Der kontinuierliche Verlust und die Verschlechterung des Waldhabitats führen zu einem kontinuierlichen Rückgang der Verbreitungsgebiete von Lokalendemiten und zu regionalen Populationsrückgängen der dort vorkommenden Arten. Bei sehr seltenen oder schwer auffindbaren Arten ist es manchmal schwierig, ihren Fortbestand mit herkömmlichen Methoden zu bestätigen. Das Ziel dieses Projekts ist es, einen innovativen eDNA Ansatz für den Nachweis von Wirbeltierarten in einem natürlichen Wald zu testen. Im Jahr 2022 haben wir damit begonnen, Insekten-Massenproben zu sammeln, um das Potenzial von Metabarcoding zur Amplifikation von Wirbeltier-DNA zu testen.

Unsere Zielarten sind die acht Lemurenarten und weitere endemische Wirbeltierarten. Sechs nachaktive Lemurenarten kommen in den Wäldern von Menabe Central vor: der kleinste bekannte Primat, Madame Berthe's Mausmaki (Microcebus berthae), kommt ausschließlich in dieser Region vor und koexistiert dort mit dem Grauen Mausmaki (Microcebus murinus), dem Fettschwanzmaki (Cheirogaleus medius), dem Südlichen Riesenmausmaki (Mirza coquereli), dem Gabelstreifenmaki (Phaner pallescens) und dem Rotschwanz-Wieselmaki (Lepilemur ruficaudatus). Darüber hinaus finden sich der größere tagaktive Larvensifaka (Propithecus verreauxi) und der kathemerale Rotstirnmaki (Eulemur rufifrons). Auch unter den vielen anderen Säugetierarten gibt es lokalendemische Arten (der Riesenspringratte Hypogeomys antimena und der Schmalstreifenmanguste Mungotictis decemlineata), ebenso in der reichen Vogel- und Herpetofauna (der Weißbrustmesite Mesitornis variegatus und die Flachschwanzschildkröte Pyxis planicauda).

Dr. Livia Schäffler

  • Leiterin der Sektion Naturschutzökologie am Zentrum für Biodiversitätsmonitoring
  • Forschungsnetzwerke, internationale Kooperationen & Wissenschaftspolitik

Tel.: +49 228 9122 352
E-Mail: l.schaeffler@leibniz-lib.de

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