Wie kann die Transformation zu einer klimaresilienten, artenreichen und lebenswerten Stadt gelingen? Diese zentrale Frage stand im Mittelpunkt der Veranstaltung „Klimawandel und Artenschutz gemeinsam gestalten“, die am 16. September im Museum Koenig stattfand. Der Abend brachte Bürgerinnen und Bürger, Initiativen und Wissenschaft zusammen und zeigte, wie der Weg zu grüneren Städten gemeinsam gelingen kann.
Prof. Dr. Christoph Scherber, Leiter des Zentrums für Biodiversitätsmonitoring und Naturschutzforschung am LIB, beleuchtete die Bedeutung von Artenvielfalt und Grüner Infrastruktur sowie den Beitrag, den die Forschung für die urbane Natur leisten kann. Harris C. M. Tiddens, Stadt- und Systemforscher, betonte die immense Bedeutung des ehrenamtlichen Engagements in einzelnen Stadtvierteln. Seine zentrale Erkenntnis: Wirksamer Klima- und Artenschutz lebt vom Mitmachen direkt vor der eigenen Haustür. Kathleen Kück, Forscherin am LIB, stellte das Projekt COGS („Communities Observing Green Spaces“) vor, bei dem Bürgerinnen und Bürger die Artenvielfalt im eigenen Garten erforschen. Insbesondere die von ihr mitgebrachten – derzeit leider vergriffenen – KI-Vogelhäuschen stießen auf reges Interesse.
Es gibt keine Patentlösung
In der anschließenden lebhaften Diskussion wurde deutlich, wie sehr das Thema die Gemüter bewegt. Die Teilnehmenden diskutierten intensiv darüber, was jede und jeder Einzelne beitragen kann – von der Gestaltung des eigenen Gartens bis hin zu grünen Oasen auf dem Mietbalkon. Gleichzeitig gab es eine Debatte darüber, wo die Verantwortung der Einzelnen endet und wo Politik und Verwaltung in der Pflicht stehen, aktiv zu steuern.
Beim anschließenden Austausch im Café des Museums war der Wunsch deutlich spürbar, weiter gemeinsam an diesem wichtigen Thema zu arbeiten. Die Veranstaltung zeigte, wie groß das Potenzial für zukünftige Vernetzungen in Bonn ist und dass es bereits vielfältige Ideen und Initiativen gibt. Dabei wurde klar: Jeder Raum, jedes Viertel erfordern maßgeschneiderte, flexible Ansätze. Die individuellen Fähigkeiten und Ideen der Menschen vor Ort können dabei ein Schlüssel sein, um diese Wirklichkeit werden zu lassen.
Wissenschaftliche Ansprechperson
- Leitung Zentrum für Biodiversitätsmonitoring und Naturschutzforschung (zbm)
- Stellvertretender LIB-Generaldirektor am Standort Bonn
Tel.: +49 228 9122 450
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Pressekontakt
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