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14.04.2026

CMS COP15: Impulse für den Schutz von Engelhaien

Engelhai liegt auf sandigem Meeresboden umgeben von Felsen und Algen
News Forschung

In Campo Grande (Brasilien) fand kürzlich die 15. Vertragsstaatenkonferenz zum Schutz wandernder Tierarten (CMS COP15) statt. Mit dabei war Eva Meyers, Wissenschaftlerin am Leibniz-Institut zur Analyse des Biodiversitätswandels (LIB), die vor Ort die Verhandlungen begleitete und sich insbesondere für den Schutz von Engelhaien im Mittelmeer einbrachte.

Im Fokus standen unter anderem neue Schutzlistungen sowie die Höherstufung von Arten in höhere Gefährdungskategorien, darunter auch marine Spezies. Gleichzeitig gewannen Themen wie die Auswirkungen von Tiefseebergbau, der Ausbau nachhaltiger Infrastruktur (wie vogelfreundliche Stromleitungen oder wildtiergerechte Verkehrsplanung) sowie der globale Insektenrückgang weiter an Bedeutung.

Besonders im marinen Bereich spielten sogenannte area-based management-Ansätze eine zentrale Rolle, also der gezielte Schutz wichtiger Lebensräume.

Engelhaie im Fokus internationaler Zusammenarbeit

Für Eva Meyers sind diese Diskussionen eng mit ihrer eigenen Forschung verbunden. Sie untersucht seit Jahren Engelhaie – eine wenig bekannte, aber stark bedrohte Gruppe von Meeresbewohnern: „Engelhaie im Mittelmeer gelten laut IUCN Red List als vom Aussterben bedroht, gleichzeitig sind die bestehenden Schutzmaßnahmen noch unzureichend.“ Hauptbedrohungen sind Überfischung, Beifang, Lebensraumverlust und der Klimawandel.

Ein zentrales Instrument für den Schutz der Engelhaie, das auch auf der COP eine Rolle spielte, ist der Single Species Action Plan (SSAP) für das Mittelmeer. Er soll die Zusammenarbeit zwischen den Verbreitungsstaaten stärken, den Wissensaustausch fördern und konkrete Schutzmaßnahmen vor Ort verbessern, etwa durch die Identifikation und den Schutz wichtiger Lebensräume wie sogenannter Important Shark and Ray Areas (ISRAs).

Vernetzung als Schlüssel

Wie zentral Austausch und Kooperation für den Artenschutz sind, zeigte auch ein Side Event der Konferenz: die Angel Sharks & Friends-Reception, an deren Organisation Eva Meyers beteiligt war. Ziel der Veranstaltung war es, eine Plattform zu schaffen, die Wissenschaft, Politik und Naturschutz zusammenzubringt und den Dialog fördert.

Im Mittelpunkt standen aktuelle Entwicklungen rund um den Aktionsplan für Engelhaie im Mittelmeer. Die Teilnehmenden erhielten Einblicke in Fortschritte sowie in relevante Beschlüsse der COP. Gleichzeitig bot die Veranstaltung Raum für Austausch, Vernetzung und neue Kooperationen.

Organisiert wurde die Reception von der SSAP Angelshark Mediterranean Working Group und unter anderem vom Fürstentum Monaco sowie dem WWF Mediterranean unterstützt.

Ein Meilenstein für das LIB

Ein besonderer Moment der Konferenz war die offizielle Aufnahme des LIB als Kooperationspartner in das CMS Sharks Memorandum of Understanding for the Conservation of Migratory Sharks (CMS Sharks MOU), die einen wichtigen Schritt für die internationale Vernetzung der Forschung am LIB markiert.

Eva Meyers nimmt vor allem eines von der COP mit: viele wertvolle Einblicke in die internationale Zusammenarbeit sowie den Eindruck eines wachsenden globalen Engagements für den Schutz wandernder Arten.

Engelhai liegt auf sandigem Meeresboden umgeben von Felsen und Algen
Engelhai liegt auf sandigem Meeresboden umgeben von Felsen und Algen
Junger Engelhai schwimmt in einem weißen Behälter, der teilweise im Wasser gehalten wird, mit sichtbaren Beinen einer Person im Hintergrund.
Junger Engelhai wird zurück ins Wasser gesetzt
Engelhai liegt auf sandigem Meeresboden umgeben von Felsen und Algen
Engelhai liegt auf sandigem Meeresboden umgeben von Felsen und Algen
Junger Engelhai schwimmt in einem weißen Behälter, der teilweise im Wasser gehalten wird, mit sichtbaren Beinen einer Person im Hintergrund.
Junger Engelhai wird zurück ins Wasser gesetzt

Wissenschaftliche Ansprechperson

Eva Meyers

  • Doktorandin
  • Co-founder and Co-lead Angel Shark Project

E-Mail: e.meyers@leibniz-lib.de

Pressekontakt

Dr. Franziska Ahnert-Michel

  • Referentin crossmediale Kommunikation

Tel.: +49 40 238317 909
E-Mail: f.ahnert-michel@leibniz-lib.de

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