Titel des Projekts
DynaCom:Synthesis
Leitung
Prof. Dr. Christoph Scherber
Dr. Tamara Hartke
Org. Einordnung
Dynamik der biologischen Vielfalt, ökologische Merkmale, dynamische Ökosysteme, trophische Wechselwirkungen, Aufbau von Gemeinschaften
Beschreibung
Integration multitrophischer Salzwiesen-Netzwerke über verschiedene Skalen hinweg
Salzwiesenökosysteme sind durch starke Umweltgradienten geprägt, insbesondere durch den Salzgehalt und die Häufigkeit von Gezeitenüberflutungen. Diese Bedingungen machen sie zu idealen natürlichen Laboren, um zu untersuchen, wie Bottom-up- und Top-down-Kräfte ökologische Gemeinschaften beeinflussen. In den letzten Jahren haben sie sich zudem zu Schlüsselsystemen entwickelt, um zu erforschen, wie ober- und unterirdische Organismen miteinander interagieren und wie diese Interaktionsnetzwerke auf Umweltstörungen reagieren.
Untersuchungen aus früheren DynaCom-Phasen haben bereits gezeigt, wie sich multitrophische Netzwerke in Salzwiesen unter verschiedenen Störungsregimen verändern.
DynaCom:Synthesis wird diese Erkenntnisse zu einem umfassenden Gesamtbild darüber zusammenführen, wie Organismen, ihre Merkmale und ganze Metagemeinschaften auf Umweltveränderungen reagieren. Ein zentraler Schwerpunkt liegt auf Wechselwirkungen, die Ökosystemgrenzen überschreiten, wie beispielsweise Verbindungen zwischen terrestrischen und marinen Zonen oder zwischen ober- und unterirdischen Gemeinschaften, sowie darauf, wie sich diese Verbindungen über räumliche Skalen hinweg verändern.
Im Rahmen von DynaCom:Synthesis werden wir mehrere in den Phasen 1 und 2 erhobene Datensätze kombinieren, um neue Erkenntnisse über die Struktur des Nahrungsnetzes in Salzwiesen über die gesamte DynaCom-Zeitreihe hinweg zu gewinnen. Dazu gehört die Untersuchung, wie starke abiotische Gradienten hinsichtlich Salzgehalt und Überflutungshäufigkeit ökologische Netzwerke entlang der Übergangszone zwischen Meeres- und Landökosystemen prägen. Wir werden multitrophische Wechselwirkungen über räumliche und geografische Skalen hinweg vergleichen und zusätzliche externe Datensätze einbeziehen. Diese umfassendere Perspektive wird es uns ermöglichen, ökologische Theorien zu überprüfen und zu verfeinern, darunter die Gleichgewichtstheorie der Inselbiogeographie und Konzepte der Metagemeinschaften.
- Leitung Zentrum für Biodiversitätsmonitoring und Naturschutzforschung (zbm)
- Stellvertretender LIB-Generaldirektor am Standort Bonn
Tel.: +49 228 9122 450
E-Mail: c.scherber@leibniz-lib.de
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