Neue Medienstationen im Zoologischen Museum Hamburg

© Paran Pour

 

Der Besuch im Zoologischen Museum Hamburg wird immer interaktiver: In drei Bereichen gibt es neben den Tierpräparaten nun auch Medienstationen mit weiterführenden Informationen zu entdecken. Besucherinnen und Besucher erfahren so noch mehr über die Hamburger Säugetierforscherin Henriette Oboussier, die Artenvielfalt unserer Erde sowie die Bedrohung von großen Tieren in Afrika durch Jagd und Wilderei.

Die „Hörnerwand“, im linken Flügel des Museums, stellt das Lebenswerk einer Zoologie-Pionierin genauer vor – nun auch interaktiv. Henriette Oboussier (1914– 1985) forschte schon in den 1960er und 70er Jahren in Afrika eigenständig und emanzipiert an Antilopen. Eine Auswahl an Hörnern brachte sie nach ihren Reisen mit in ihre Forschungsheimat Hamburg, wo sie später dabei half, die „Hörnerwand“ im Zoologischen Museum zu konzipieren. Die neue begleitende Medienstation erzählt von ihren Abenteuern in Afrika, ihren Forschungserkenntnissen und ihrem Leben. Darüber hinaus gibt es auch Hintergrundinformationen zu der Evolutionsgeschichte der Paarhufer sowie zu den Gefahren durch Wilderer und Hornjäger.

 

© Frithjof Malte Leopold

 

Elefant, Nashorn, Kaffernbüffel, Löwe und Leopard – das sind die „Big Five“ der Safari. Großwildjäger gaben den afrikanischen Tieren diesen Titel, weil die Jagd auf sie besonders gefährlich und schwierig war. Auch heute jagen ihnen nicht nur Touristen mit Kameras hinterher, sondern auch Wilderer wegen ihrer Stoßzähne, Hörner oder Felle. Im Zoologischen Museum begegnen uns die „Big Five“ gleich hinter dem Eingangsfoyer. Die begleitende Medienstation geht auf jede Tierart genauer ein und stellt jeweils ihre Bedeutung für das afrikanische Ökosystem dar. Zudem erfahren Besucherinnen und Besucher die spannende Hintergrundgeschichte, wie das Panzernashorn „Nepali“ aus Hagenbecks Tierpark seinen Weg ins Museum gefunden hat.

 

© Frithjof Malte Leopold

 

Der interaktive Touchscreen an der Biodiversitätswand des Museums wurde nochmal überarbeitet und bietet nun noch umfangreichere Einblicke in die Vielfalt unserer Tierwelt. In der Vitrine im hinteren Teil des Museums zeigen wir Beispiele aus allen Tiergruppen: vom Einzeller bis zum Säugetier. Die Medienstation liefert zu 276 Tierarten Beschreibungen, die allen Besucherinnen und Besuchern umfangreiches Wissen vermitteln: Vom winzigen Wurm, der einen großen Einfluss auf unsere Ökosysteme hat, bis zu uns Menschen und unserem negativen Einfluss auf die Natur.

Verwandte Artikel

  • LIB, Pressemitteilung, Sonderausstellungen

    “Natur schwarzweiß” und  “Das Bergische Land” – Naturfotografie im Museum Koenig Bonn

    Vom Berchtesgadener über das Bergische Land und Mecklenburg bis in das subsaharische Afrika: 16 Fotografinnen und Fotografen des Naturfototreff Eschmar zeigen ihre Werke im Rahmen der  19. Eschmarer Naturfototagen am 16. und 17. März 2024 im Museum Koenig Bonn.

    Mehr erfahren
  • Museen, Pressemitteilung, Sonderausstellungen

    Biomorphe Welten: Wo Kunst und Wissenschaft zusammenfließen

    Spannungsreich und fließend zugleich, naturnah und abstrakt: Der Bielefelder Künstler Henning Bock interpretiert Präparate aus der Säugetier-Sammlung des Museum Koenig Bonn und verbindet darin Kunst und Wissenschaft.

    Mehr erfahren
  • Museen, Sonderausstellungen

    Ausstellung „Expedition Schneeleo“ jetzt im Museum der Natur Hamburg

    Einem Schneeleoparden in die Augen schauen, seine Stimme erraten, Beutetiere auf einem Monitor fangen: Die Ausstellung „Expedition Schneeleopard“ des NABU folgt dem bedrohten „Geist der Berge“ mit einer Mischung aus analogen und digitalen Mitmachangeboten.

    Mehr erfahren