Dr. Mariana Chuliver Pereyra erhält den Margarethe Koenig Preis


© Sabine Heine

 

Prof. Dr. Heike Wägele überreicht die Urkunde für den Preis an Dr. Mariana Chuliver Pereyra. Dr. Karen Meusemann, Dr. Claudia Koch, Dr. Mariana Chuliver, Prof. Dr. Heike Wägele (vlnr).

 

Mit dem Margarethe Koenig Preis zur Förderung junger Naturwissenschaftlerinnen ehrt das Leibniz-Institut zur Analyse des Biodiversitätswandels (LIB) Dr. Mariana Chuliver Pereyra. Der Preis ermöglicht der Reptilien-Spezialistin ein freies und eigenständiges Forschungsjahr am LIB, Museum Koenig Bonn. Die Zeit wird Chuliver nutzen, um an der wenig bekannten Tiergruppe der Blindschlangen neue Erkenntnisse zu gewinnen.

Prof. Dr. Heike Wägele, Vorsitzende des Gremiums zur Preisvergabe, Dr. Claudia Koch, unsere Kuratorin für Herpetologie und Kollaborationspartnerin Dr. Karen Meusemann überreichten Dr. Mariana Chuliver Pereyra am 4. April 2022 die offizielle Urkunde des Margarethe-Koenig Preises des Leibniz-Instituts zur Analyse des Biodiversitätswandels, Museum Koenig Bonn (LIB, Museum Koenig Bonn). Aufgrund der Covid-19 geschuldeten Situation war es eine Ehrung im kleinen Kreis. Der Preis, der ein vollständig unabhängiges Forschungsjahr im Museum Koenig, Bonn ermöglicht, wird vom LIB zur Förderung junger Frauen in der Wissenschaft vergeben. Chuliver wird sich nun ein Jahr lang in einem vergleichenden Ansatz mit der morphologischen Evolution der Schädel von Blindschlangen befassen, einer bisher kaum erforschten Reptiliengruppe. Sie nutzt zudem die Zeit und die Finanzierung um ihre Forschungsschwerpunkte frei und eigenständig auszurichten.

Dr. Chuliver Pereyra  stammt aus Argentinien und hat ihre Doktorarbeit an der Universidad Nacional de Córdoba (UNC) in Córdoba, Argentinien, absolviert.  Das Thema der Arbeit beinhaltete die Erforschung der ontogenetischen Entwicklung des Bewegungsapparats von Fröschen.

„Die Verleihung des Preises erkennt die bisherige, großartige Leistung Chuliver Pereyras als Wissenschaftlerin an. Die Finanzierung ermöglicht es ihr, weitere Erfolge zu erzielen“, erläutert Prof. Dr. Bernhard Misof, Direktor des LIB. Heike Wägele, Koordinatorin des Margarethe-Koenig Preises, ergänzt: „Mit diesem Preis können wir für ein ganzes Jahr junge Wissenschaftlerinnen aus dem In-  oder Ausland fördern, um sich der Biodiversitäts- und Evolutionsforschung weiterhin zu widmen. Die Preisträgerinnen sollen das Jahr nutzen, um Ergebnisse zu publizieren, an Fortbildungen und Kongressen teilzunehmen, sowie Anträge und Bewerbungen zu schreiben.”

„Der Preis wird sicherlich in vielfältiger  Hinsicht einen nachhaltigen Einfluss auf meine zukünftige Karriere haben. Mein Forschungsaufenthalt am Museum wird es mir ermöglichen, neue Kompetenzen zu erwerben, die Zusammenarbeit mit Kolleginnen und Kollegen aus Deutschland zu stärken und neue Projekte für die Zukunft zu entwickeln”, freut sich die Preisträgerin. Chuliver erhofft sich, dass entstehende Kooperationen ihr akademisches Profil stärken, ihr helfen, neue Perspektiven in ihre Forschung einzubringen und sich beruflich weiterzuentwickeln.

Margarethe Koenig, nach der dieser Preis benannt ist, war die Ehefrau des Gründers des Museums Koenig. Sie begleitete ihren Mann auf fast all seinen ausgedehnten Forschungsreisen und hatte einen großen Anteil an der Gründung des Lebenswerks ihres Mannes – das Forschungsmuseum Koenig.

Verwandte Artikel

  • Forschung, LIB, Pressemitteilung

    Paneuropäische Genomforschung soll weltweit die biologische Vielfalt retten

    Expertinnen und Experten aus ganz Europa starten heute mit vereinten Kräften das paneuropäische Konsortium “Biodiversity Genomics Europe (BGE)”.

    Mehr erfahren
  • Forschung, LIB, Pressemitteilung

    Beeinflussten Flüsse die Entwicklung der Sumatra-Kaskadenfrösche?

    Diese Frage untersuchte ein Team um Herpetologin Umilaela Arifin in ihrer neusten Studie, die im Fachmagazin „Nature Scientific Report“ erschienen ist.

    Mehr erfahren
  • Forschung, Pressemitteilung, Wissensvermittlung

    Buchvorstellung – Die Puku-Antilope

    Das erste Buch von Dr. Vera Rduch, Säugetierkundlerin und Expertin für Huftiere am LIB, stellt umfassend und detailliert dar, was seit der ersten Erwähnung der Pukus durch David Livingstone im Jahr 1857 beobachtet und erforscht wurde.

    Mehr erfahren