Fragebogen: Stephanie Loria

Ihr Titel, Name, Arbeitsort (Bonn oder Hamburg)
Stephanie Loria, Hamburg

Was ist Ihre derzeitige Position/Funktion an unserem Institut?
Postdoc, ztm (Zentrum für Taxonomie und Morphologie)

Stichworte:
Spinnentiere, Diversifizierung, Öffentlichkeitsarbeit

Können Sie bitte Ihre Forschungsarbeit in allgemeinen Worten beschreiben?
Ich interessiere mich für die Evolution der Spinnentiere (die Ordnung der Gliederfüßer, zu der Spinnen, Skorpione und Zecken gehören). Der Schwerpunkt meiner Forschung liegt auf der Frage, wie sich Spinnentiere, insbesondere Skorpione, in Südostasien ausgebreitet und diversifiziert haben. Südostasien ist ein Mosaik aus Landmassen, die sich vom Paläo-Superkontinent Gondwana lösten und über mehrere hundert Millionen Jahre hinweg mit Eurasien kollidierten. Ich versuche zu verstehen, wie diese geologischen Ereignisse in Verbindung mit klimatischen Veränderungen die heutige Verbreitung von Spinnentieren in dieser Region geprägt haben. Ein Teil meiner Forschung befasst sich mit der Frage, wie sich morphologische Strukturen (z. B. Augen, Pigmentierung, Skorpionstacheln) bei Spinnentieren im Laufe der Zeit als Reaktion auf Umweltveränderungen entwickelt haben. Neben der Forschung interessiere ich mich auch für die Öffentlichkeitsarbeit und bin Präsident und Mitbegründer einer gemeinnützigen Bildungsorganisation in New York City, The Metropolitan Society of Natural Historians, Inc. Wir veranstalten monatliche Events, bei denen Nachwuchswissenschaftler geführte Naturwanderungen, Führungen durch Museumssammlungen und Vorträge für die breite Öffentlichkeit anbieten. Seit unserer Gründung im Jahr 2011 haben wir mehr als 100 Veranstaltungen für fast 2000 Menschen durchgeführt.

In welchen Ländern haben Sie gearbeitet und/oder Ihre Forschungsprojekte durchgeführt?
Südostasien, Europa, Nordamerika

Für weitere Informationen und/oder soziale Medien klicken Sie bitte hier:
The Metropolitan Society of Natural Historians, Inc. (https://www.metropolitannaturalhistory.org/)

Haben Sie eine Empfehlung für junge Wissenschaftlerinnen in Ihrem Fachgebiet?
Es ist ein Werk der Liebe. Meiner Meinung nach ist viel Enthusiasmus in der Anfangsphase der Karriere am wichtigsten, denn man muss genug davon haben, um all die harte Arbeit und die Frustration, die mit der Wissenschaft einhergehen, zu überstehen. Wenn man aber wirklich liebt, was man tut, dann ist es das alles wert.

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