Fragebogen: Claudia Koch

© LIB, Koch

Ihr Titel, Name, Arbeitsort (Bonn oder Hamburg)
Dr. Claudia Koch, Bonn

Was ist Ihre derzeitige Position/Funktion an unserem Institut?
Kuratorin für Herpetologie und Leiterin der Tierhaltung, ztm (Zentrum für Taxonomie und Morphologie)

Stichworte:
Amphibien, Reptilien, vergleichende Morphologie

Können Sie bitte Ihre Forschung in allgemeinen Worten beschreiben?
Mein Schwerpunkt liegt auf der Entdeckung und Beschreibung neuer Amphibien- und Reptilienarten mit Schwerpunkt auf südamerikanischen Arten. Nur wenn wir eine Art, ihre Verbreitung, ihre Lebensraumansprüche sowie ihre Lebensweise kennen, haben wir eine Chance, diese Art zu schützen und für spätere Generationen zu erhalten.
Da sich die Unterschiede zwischen zwei eng verwandten Arten nicht immer in den äußeren Merkmalen zeigen, untersuche und vergleiche ich auch das Skelett mit Hilfe von Computertomographien (CT-Scans). Diese relativ neue Methode ermöglicht es uns, die innere Anatomie eines Tieres zu untersuchen, ohne es sezieren (zerstören) zu müssen, und kann selbst feinste Strukturen sichtbar machen, die mit dem bloßen Auge nicht zu erkennen wären. Insbesondere bei Amphibien- und Reptilienarten, die bisher zu klein zum Sezieren waren, können wir erstmals die Anordnung und Form der Knochen untersuchen und beschreiben.

In welchen Ländern haben Sie gearbeitet und/oder Ihre Forschungsprojekte durchgeführt?
Peru, Ecuador, Kolumbien

Für weitere Informationen und/oder soziale Medien klicken Sie bitte hier:
https://bonn.leibniz-lib.de/en/zfmk/claudia-koch
https://www.researchgate.net/profile/Claudia-Koch-4
https://twitter.com/DrClaudiaKoch

Haben Sie eine Empfehlung für junge Wissenschaftlerinnen in Ihrem Fachgebiet?
Auch wenn es nicht viele Stellen in unserem Forschungsbereich gibt, sollte man sich davon nicht entmutigen lassen, wenn es der große Traum ist, in diesem Bereich zu arbeiten. Wenn man versucht, diese Leidenschaft zum Beruf zu machen, sollte man jedoch eine gesunde Work-Life-Balance nicht aus den Augen verlieren. Manche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sind zufrieden, wenn sie sich auch in ihrer Freizeit zu 100 Prozent ihrem Forschungsthema widmen können, und sind dann auch produktiver. Andere brauchen trotz großer Leidenschaft für das Forschungsthema auch Sport oder andere Aktivitäten für ein ausgeglichenes Leben. Jeder Mensch ist anders und jeder muss für sich selbst die gesündeste Work-Life-Balance finden. Tun Sie Ihr Bestes, um Ihr berufliches Ziel zu erreichen, aber verlieren Sie nicht Ihre eigene Gesundheit aus den Augen, indem Sie sich zu sehr mit anderen vergleichen.

-Zurück zum Artikel-