Wir feiern 25 Jahre Biohistoricum im Museum Koenig Bonn

Katharina Schmidt-Loske im Gespräch mit Carolina Nunes (2016 Bundeskanzlerstipendiatin) aus Blumenau in Brasilien. © Walter Weingärtner

 

Bereits seit einem Vierteljahrhundert existiert in Bonn das Biohistoricum. Vom 23. bis 25. Juni feiern wir diesen besonderen Geburtstag im Rahmen der DGGTB-Jahrestagung. Das Programm bietet auch einen spannenden Fachvortrag, dem alle Besuchenden kostenfrei folgen können.

Gegründet wurde das Biohistoricum 1998 als Museum und Forschungsarchiv, bevor es zehn Jahre später Teil des Museum Koenig Bonn wurde und Dr. Katharina Schmidt-Loske die wissenschaftliche Leitung übernahm. Schon seit den Anfängen hat die Einrichtung das Ziel, die Geschichte der Biologie zu bewahren und widmet sich vor allem der Erschließung und Erfassung der Nachlässe bedeutender Biologinnen und Biologen, darunter das historische Archiv der Deutschen Zoologischen Gesellschaft und des Naturhistorischen Vereins der Rheinlande und Westfalens.

In den letzten Jahren wurden zum Beispiel Bücher und wissenschaftliche Beiträge zu den Biologen Fritz und Hermann Müller, zu dem Botaniker Eduard Strasburger und zu der Künstlerin und frühen Naturforscherin Maria Sibylla Merian präsentiert. Zugleich entstanden in Kooperation verschiedene Sonderausstellungen, etwa zu Alexander von Humboldts KOSMOS, aber auch, zu dem beeindruckenden Werk des Chefpräparators des Museums Koenig Bonn und passionierten Zeichners Wolfgang Hartwig.

„Wir sind stolz darauf und dankbar dafür, diesen Schatz an wertvoller Literatur, die bis ins 17. Jahrhundert zurückreicht, beherbergen zu dürfen und für die Forschung zu erschließen.“, sagt die wissenschaftliche Leiterin Dr. Katharina Schmidt-Loske. Die aktuelle Herausforderung des Biohistoricums bestehe darin, die Bestände des Archivs vom jetzigen Standort an der Adenauerallee in den Erweiterungsbau nach Poppelsdorf zu transferieren.

Die nunmehr 31. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Geschichte und Theorie der Biologie (DGGTB) hat in diesem Jahr „Biodiversität, Naturschutz und Politik“ zum Thema. Vom 23. bis zum 25. Juni findet sie im Museum Koenig Bonn statt und wird von Katharina Schmidt-Loske organisiert. Im Rahmen dessen erwarten die Teilnehmenden nicht nur spannende Fachvorträge und Führungen durch die Ausstellung des Museum Koenig Bonn, sondern auch die Feier zum 25-jährigen Bestehen des Biohistoricums.

Am öffentlichen Vortrag „Wilde Weiden“ am 23. Juni um 19 Uhr können alle kostenfrei teilnehmen – auch ohne Tagungsticket.

Carolina Nunes mit Broschüre zu dem Naturforscher Fritz Müller vor dem Museum Koenig. © Walter Weingärtner
Foto eines Briefes von Fritz Müller an Max Schultze aus dem 19. Jahrhundert. © LIB, Schmidt-Loske
Darüber hinaus verfügt die Einrichtung über eine Auswahl an Fachliteratur. © LIB, Schmidt-Loske
Blick auf ein Tagebuch von dem Blütenbiologen Hermann Müller, Bruder von Fritz Müller. © Walter Weingärtner
Buchdeckel der Doktorarbeit von K. Schmidt-Loske über das Werk von Maria Sibylla Merian. © LIB, Schmidt-Loske
Buchregal mit Literatur zu den Müller-Brüdern. © Walter Weingärtner

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