Gesucht: Schmetterlinge in Hamburg – Wer macht mit?

Mit der App „ObsIdentify“ können Alle an der Challenge teilnehmen. © LIB

 

 

Um seltene Arten zu finden, müssen wir gar nicht weit fahren. Direkt in Hamburg gibt es viele Orten, an denen wir seltene oder sogar gefährdete Tiere finden können. Selbst in dicht besiedelten Gebieten wie Hamburg, fehlt ein konstantes Biomonitoring, um genauer zu wissen, welche Arten sich hier tummeln. Helft unserer Schmetterlingskundlerin Karina Brandão dabei, diesen blinden Fleck etwas aufzuhellen: Vom 1. Juli bis zum 30. September 2024 suchen wir gemeinsam nach sechs Arten mittels der Handy-App „ObsIdentify“.

Biomonitoring ist eine Aktion, die Biologinnen und Biologen durchführen, um über einen gewissen Zeitraum hinweg Arten zu zählen. Diese Zahlen bestimmen dann, wie häufig diese in dem Gebiet vorkommen und ob eine Art als gefährdet eingestuft wird, wenn sie sehr selten sind. Da diese Untersuchungen zeit- und kostenintensiv sind, benötigen selbst unsere Forschenden manchmal Hilfe – diesmal von allen Hamburgerinnen und Hamburgern – egal wie alt oder jung – mit einem Smartphone oder einem Elternteil, das eines beisteuern kann.

Vom 1. Juli bis zum 30. September 2024 kann Jede und Jeder mit seinem Smartphone in der Hansestadt auf die Pirsch gehen und mittels der App „ObsIdentify“ sechs Arten fotografisch einfangen. Dabei wollen wir die Tiere nur fotografieren und ihr Vorkommen dokumentieren, nicht stören oder gar verletzen. Alle gesammelten Daten helfen dann dabei, das Vorkommen der sechs Schmetterlinge in Hamburg besser einschätzen zu können. Welche Art gesucht wird, zeigen wir in unserer Bildergalerie. Hier gibt es auch Karten, die zeigen, wo diese schönen Insekten bislang gefunden wurden. Die Daten werden dann gebündelt und dienen Karina Brandão für weitere Untersuchungen und die Artenbestimmungen bestätigt.

Ladet die App einfach hier herunter und sammelt fleißig Daten, um die Forschung zu unterstützen. Gelingt ein besonders toller Schnappschuss – freuen wir uns auch, wenn der Fund direkt über Instagram oder Facebook mit uns geteilt wird. Nutzt dafür den Hashtag #GesuchteSchmetterlinge und taggt uns in dem Beitrag mit @museumdernatur.hamburg. Besonders aktive Beobachterinnen und Beobachter bekommen zudem auch die Chance, eine exklusive Führung durch die Schmetterlingssammlung am Museum der Natur Hamburg zu bekommen – es lohnt gleich mehrfach.

 

Kurzanleitung zum Mitmachen:

  • Lade die App „ObsIdentify“ über den Apple App Store oder Google Play herunter.
  • Erstelle ein Konto.
  • Unter Challenges findest du “Gesucht: Schmetterlinge in Hamburg – Wer macht mit?” samt Anleitung.
  • Fotografiere die sechs Schmetterlingsarten in Hamburg und lasse sie von der App bestimmen.
  • Die App ordnet deinen Fund der Challenge zu.
Großer Schillerfalter (Apatura iris): Dieser Schmetterling ist vor allem in Wäldern zu finden und lebt in bis 1.200 Metern Höhe. Auch wenn es in Hamburg nicht so hoch hinausgeht, finden wir ihn vor allem den der Sal-Weide (Salix caprea), die es auch in der Hansestadt zu finden gibt.
Großer Schillerfalter (Apatura iris): Dieser Schmetterling ist vor allem in Wäldern zu finden und lebt in bis 1.200 Metern Höhe. Auch wenn es in Hamburg nicht so hoch hinausgeht, finden wir ihn vor allem den der Sal-Weide (Salix caprea), die es auch in der Hansestadt zu finden gibt.
Kaisermantel (Argynnis paphia): Ihn finden wir in Lichtungen in offenen Waldgebieten – vor allem mit Erlen oder Buchen. Auch er kommt bis zu Höhenlagen von 1.200 Metern vor. Achtet vor allem auf Lichtungen mit Veilchen, Mädesüß oder Disteln. Sie lieben den Nektar von Distelköpfen, Brombeerblüten, Skabiosen oder doppeldoldigen Blütenständen des Wald-Engelwurz.
Kaisermantel (Argynnis paphia): Ihn finden wir in Lichtungen in offenen Waldgebieten – vor allem mit Erlen oder Buchen. Auch er kommt bis zu Höhenlagen von 1.200 Metern vor. Achtet vor allem auf Lichtungen mit Veilchen, Mädesüß oder Disteln. Sie lieben den Nektar von Distelköpfen, Brombeerblüten, Skabiosen oder doppeldoldigen Blütenständen des Wald-Engelwurz.
Faulbaum-Bläuling (Celastrina argiolus): Wir finden ihn feuchten bis halbtrockenen Lebensräumen wie Trockenrasen, Heidelandschaften, Parks oder Gärten. Wer bei sich Blutweiderich (Lythrum salicaria) in Teichnähe, Johannisbeeren (Ribes), Kreuzdorn (Rhamnus), Zwergginster (Chamaecytisus), Lupinen (Lupinus), Heidelbeeren (Vaccinium), Wicken (Vicia), Hartriegel (Cornus), Apfelbäume (Malus), Prunus, Vogelknöteriche (Polygonum), Eichen (Quercus), Erdbeerpflanzen (Arbutus) und Faulbäume (Frangula) im Garten stehen hat, könnte direkt hier fündig werden. Auch verschiedene Kleearten wie Rotklee sind nach seinem Geschmack.
Faulbaum-Bläuling (Celastrina argiolus): Wir finden ihn feuchten bis halbtrockenen Lebensräumen wie Trockenrasen, Heidelandschaften, Parks oder Gärten. Wer bei sich Blutweiderich (Lythrum salicaria) in Teichnähe, Johannisbeeren (Ribes), Kreuzdorn (Rhamnus), Zwergginster (Chamaecytisus), Lupinen (Lupinus), Heidelbeeren (Vaccinium), Wicken (Vicia), Hartriegel (Cornus), Apfelbäume (Malus), Prunus, Vogelknöteriche (Polygonum), Eichen (Quercus), Erdbeerpflanzen (Arbutus) und Faulbäume (Frangula) im Garten stehen hat, könnte direkt hier fündig werden. Auch verschiedene Kleearten wie Rotklee sind nach seinem Geschmack.
Schwalbenschwanz (Papilio machaon): Neben dem Segelfalter ist er der größte und auffälligste Tagfalter im deutschsprachigen Raum. Er mag sonniges, offenes Gelände mit mageren Grünbeständen oder Trockenrasen. Wer Möhren, Dill und Fenchel anbaut, findet ihn vielleicht sogar im heimischen Garten.
Schwalbenschwanz (Papilio machaon): Neben dem Segelfalter ist er der größte und auffälligste Tagfalter im deutschsprachigen Raum. Er mag sonniges, offenes Gelände mit mageren Grünbeständen oder Trockenrasen. Wer Möhren, Dill und Fenchel anbaut, findet ihn vielleicht sogar im heimischen Garten.
Braunfleckiger Perlmuttfalter (Boloria selene): In Hamburg gilt er als „vom Aussterben bedroht“. Dennoch können wir ihn an verschiedenen Veilchenarten auf Feuchtwiesen, in Moorgebieten oder an feuchten, lichten Stellen in Wäldern sowie Trockenwiesen finden.
Braunfleckiger Perlmuttfalter (Boloria selene): In Hamburg gilt er als „vom Aussterben bedroht“. Dennoch können wir ihn an verschiedenen Veilchenarten auf Feuchtwiesen, in Moorgebieten oder an feuchten, lichten Stellen in Wäldern sowie Trockenwiesen finden.
Sechsfleck-Widderchen (Zygaena filipendulae): Er ist in verschiedenen offenen Lebensräumen in Hamburg zu finden – zum Beispiel in Wiesen, Mooren oder Trockenrasen. Achtet besonders auf Pflanzen wie den Gemeinen Hornklee, die Wasserprimel oder den Fünfblättriger Ginster.
Sechsfleck-Widderchen (Zygaena filipendulae): Er ist in verschiedenen offenen Lebensräumen in Hamburg zu finden – zum Beispiel in Wiesen, Mooren oder Trockenrasen. Achtet besonders auf Pflanzen wie den Gemeinen Hornklee, die Wasserprimel oder den Fünfblättriger Ginster.

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