Der Girls’ and Boys’ Day am LIB

In der freien Natur, den LIB-Museen und unseren wissenschaftlichen Sammlungen: Der Girls’ and Boys’ Day am LIB. © Eva Niephaus

 

Berufliche Orientierung in der Welt der Biodiversität: In unseren Museen konnten Mädchen und Jungs die Berufe am LIB genauer kennenlernen. An beiden Standorten in Bonn und Hamburg gab es am 28. April ein spannendes Programm, das sowohl die große Bandbreite an Aufgaben in den Dauerausstellungen als auch die Berufe „hinter den Kulissen“ zeigte. Ziel war es, insbesondere Berufsfelder vorzustellen, in denen die jeweiligen Geschlechter bislang unterrepräsentiert sind.

Über 30 Schülerinnen und Schüler zwischen zehn und 15 Jahren kamen am Girls’ and Boys’ Day in das Museum Koenig Bonn und das Museum der Natur Hamburg, um sich über die beruflichen Perspektiven an beiden Standorten zu informieren. Über die Museumsarbeit hinaus lernte die Gruppe von Mädchen in Bonn ganz verschiedene Bereiche am LIB kennen: Im Biohistoricum bestaunten sie zum Beispiel sehr alte Bücher aus dem 16. Jahrhundert und lernten von der Leiterin Katharina Schmidt-Loske, warum diese Schätze auch für die heutige Forschung noch eine wichtige Rolle spielen können. Organisiert wurde die Aktion von Mariama Beck, die im LIB für Bildungsveranstaltungen verantwortlich ist. Unsere Bildergalerie zeigt, welche Stationen noch zu sehen waren:

Nach einer kurzen Begrüßung durch Mariama Beck, der Koordinatorin für den Girls‘ Day am Museuem Koenig Bonn, und Barbara Ueding, ging es für die Schülerinnen mit einer Führung auf Entdeckungsreise in die Dauerausstellung des Museums und damit durch verschiedene Lebensräume.
Taxidermistin Riccarda Wistuba erklärte, wie Tiere mit verschiedenen Techniken in zahlreichen Arbeitsschritten für die Ausstellung oder Sammlung präpariert werden. Die Mädchen haben erfahren, welche Käfer bei der Tierpräparation helfen und wie aufwändig die Gestaltung des Regenwaldkronendaches ist.
Beim Metabarcoding-Spiel waren die Mädchen als DNA-Detektive unterwegs…
…und lernten wie in Bodenproben Lebewesen, wie beispielsweise Insekten mit Hilfe von DNA-Barcodes bestimmt werden können.
In der Herpetologie gab es Einblicke in die riesige Reptiliensammlung. Claudia Koch (Kuratorin Herpetologie) erklärte, was ein Typusexpemplar ist und dass man manchmal sehr genau hinschauen muss, ob es sich um eine Schlange oder einen Wurm handelt.
…am Ende durften die Mädchen noch Bekanntschaft mit einer lebenden Streifennatter machen.

Auch im Museum der Natur Hamburg – hier eine gemischte Gruppe aus Jungs und Mädchen – gab es einiges zu entdecken. Organisiert wurde der Tag von Jakob Hallermann, Kurator der Herpetologie. Unter anderem zeigte Ulrich Kotthoff in der Paläontologie, was dort im Museum, der Sammlung und den Laboren zu seinem Arbeitsalltag gehört. Darüber hinaus ging es in die wissenschaftlichen Sammlungen der Zoologie:

Zunächst wurden die Jungs und Mädchen von Jakob Hallermann und Markus Dams (Technischer Assistent Herpetologie) in Empfang genommen und hatten die Möglichkeit das Museum zu erkunden.
In der Museumspädagogik zeigte Jakob Hallermann dann, welche Kuriositäten er bei seiner Arbeit für den Zoll begutachten muss, um die Tierart zu bestimmen, aus der sie gemacht sind…
…über Schuhe, Taschen oder Gürtel aus Reptilienleder…
…bis hin zu Mänteln aus seltenen Raubkatzenfellen.
In den wissenschaftlichen Sammlungen der Krebstiere, Amphibien und Reptilien, gab es Nasspräparate zu entdecken. Kathrin Philipps-Bussau (Technische Assistentin Crustacea)…
…und Petra Wagner (Technische Assistentin Crustacea) zeigten der Gruppe auch, wie Gewässerproben untersucht werden.

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