Das LIB in Solidarität mit der Ukraine

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Das Leibniz-Institut zur Analyse des Biodiversitätswandels (LIB) setzt sich für die Erforschung und den Erhalt der biologischen Vielfalt ein, um die Grundlage für eine nachhaltige und lebenswerte Zukunft von Mensch & Natur zu erhalten. Dafür ist ein friedliches, weltoffenes und demokratisches Miteinander mit freier Wissenschaft und freier Meinungsäußerung unumgänglich.

Als eines der acht großen naturkundlichen Museen der Leibniz Gemeinschaft schließen wir uns der Bundesregierung, der Allianz der Wissenschaftsorganisationen sowie zahlreicher weiterer Institutionen an und verurteilen die völkerrechtswidrige russische Invasion und den Angriff auf die Ukraine aufs Schärfste.

Neben dem unvorstellbaren und unnötigen Leid sowie dem Verlust von Leben befürchten wir die irreversible Zerstörung naturkundlichen und kulturellen Erbes der Menschheit, zu dem auch Museumssammlungen gehören. Mit der Ratifizierung der Haager Konvention (UNESCO-Übereinkommen zum Schutz von Kulturgut bei bewaffneten Konflikten) von 1954 hat sich Russland zum Schutz des kulturellen Erbes verpflichtet.  Wir rufen die russische Führung dringend auf, die Konvention zu respektieren und ihr Versprechen einzulösen, Museen und Sammlungen vor Angriffen und Zerstörung zu bewahren.

Wir solidarisieren uns mit den Menschen in der Ukraine und haben alle Kooperationen, Projekte und andere Formen der Zusammenarbeit mit russischen Partner-Institutionen und Personen auf Eis gelegt. Neue Projekte mit russischer Beteiligung werden bis auf weiteres nicht gestartet. Weiterhin haben wir alle Beschäftigten aufgerufen, den Menschen solidarisch beizustehen und zu helfen. Wir stellen uns mit Nachdruck dem Angriff auf die Grundwerte von Freiheit, Offenheit, Toleranz und Respekt entgegen. Wir solidarisieren uns explizit ebenfalls mit Allen in Russland, die ihre Freiheit riskieren und sich mutig gegen den Krieg zu Wort melden.

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